Schliesse FRIEDEN mit Deinem SCHATTEN!

von Silke Bader (Kommentare: 0)

In diesen Wochen verwöhnt uns die Sonne mit ihrer strahlenden Präsenz. Es tut gut, sich durchlichten zu lassen und im Kern des eigenen Wesens unsere lichtvolle Essenz zu spüren. Gleichzeitig leben wir hier auf der Erde in der Polarität. Das bedeutet: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und so bringen uns die Energien dieser Zeitqualität auch mit unseren verborgenen Tiefen in Berührung. Es zeigen sich Gefühle und Anteile unseres Seins, die wir bislang vielleicht verdrängt haben, weil sie sich zu schmerzhaft anfühlten, weil wir sie nicht leben und zeigen durften oder selbst an uns abgelehnt haben. So bildet sich der sogenannte Schatten in unserem Unterbewusstsein. Doch auch das, was wir nicht sehen, hat starken Einfluss auf unser Sein. Man könnte fast sagen, je mehr wir versuchen, Anteile unseres Seins zu bekämpfen, abzulehnen und zu verdrängen, desto mächtiger werden sie als unbewusste Kraft in uns. Lichtarbeit beinhaltet eben auch Schattenarbeit. In der Arbeit mit unseren Schattenaspekten können wir erleben, wie wir uns mit diesen bislang ungeliebten Aspekten vertraut machen und sie Stück für Stück annehmen und integrieren. Es geht nicht darum, den Schatten auflösen zu wollen, sondern vielmehr, sich mit ihm auszusöhnen. „Schließe Frieden mit Deinem Schatten“ lautet die Devise. Hierdurch erschließen wir uns kraftvolle Potenziale, denn gerade in den Schattenaspekten ist eine enorme Energie gespeichert. Und so lade ich Dich heute ein, Dich dem Wesen Deines Schattens zuzuwenden und zeige Dir in 5 konkreten Schritten, wie Du Deinen Schatten liebevoll annehmen und integrieren kannst.

Im irdischen Leben ist die Polarität ein Lebensgesetz. Wir erleben Licht und Schatten als Gegensatzpaar in Form von Tag und Nacht, männlich und weiblich, warm und kalt, bewusst und unbewusst, positiv und negativ, und vieles mehr. Die Polarität ist einfach ein Spannungsfeld von Gegensätzen, durch das die Energie in Bewegung und Fluss kommt: Wie beim Plus- und Minuspol einer Batterie, die den Strom zum Fließen bringen. In diesem Spannungsfeld tut sich für die Seele ein besonderes und reizvolles Lernfeld auf, in dem sie sich erfahren und weiterentwickeln kann. Wir haben es bei der Polarität also grundsätzlich mit einem neutralen Lebensprinzip zu tun. Erst durch unsere Bewertung von Gut und Schlecht beginnen wir, diese ursprüngliche Einheit der Gegensätze zu trennen und somit Leid und Schmerz zu erzeugen. Das Ursymbol von Yin und Yang verdeutlicht, dass die Gegensätze zu gleichen Teilen die Ganzheit bilden und jeder Teil die Essenz des anderen Pols in sich trägt. Das bedeutet, Balance und Stabilität finden wir nur, wenn wir den Gegenpol anerkennen und integrieren. Was bedeutet das nun konkret für die Arbeit mit unserem Schatten?

Schritt 1: Anerkenne, dass Du Licht UND Schatten bist
Der erste Schritt der Selbsterkenntnis ist die Akzeptanz, dass wir sowohl lichtvolle als auch schattenreiche Aspekte in uns tragen. Sieh sie als zwei Teile einer Einheit, die untrennbar zusammengehören. Vollkommenheit trägt beide Anteile in sich und ist dadurch heil und ganz. Mache Dir also bewusst, dass Du sowohl mit Deinen lichtvollen Seiten und Stärken als auch mit Deinen Schattenanteilen ein vollkommenes Wesen bist.

Schritt 2: Erkunde Deinen Schatten
Das, was uns unbekannt ist, macht uns Angst. Das, was wir versuchen zu verdrängen, bekommt eine noch stärkere Kraft in unserem Unterbewusstsein. Entwicklung bedeutet also, Dich Deiner Angst, dem Schatten und den unbewussten Aspekten zu stellen, d.h. sie dir bewusst zu machen. Je vertrauter Du mit Deinen Schattenaspekten bist, desto leichter kannst Du ihre Wirkung in Deinem Leben erkennen. Dadurch hat der Schatten keine Macht mehr über Dich, sondern Du kannst seine Energie liebevoll wahrnehmen und in Dein Sein integrieren. Unsere Schattenaspekte erkennen wir am leichtesten daran, was wir an anderen ablehnen, kritisieren und bewerten. Wir neigen in unserem Menschsein dazu, unsere unliebsamen Anteile auf andere zu projizieren. Achte in der kommenden Zeit also besonders darauf, was Du über andere denkst und was Du ablehnst, so kannst Du Deinen eigenen Schattenaspekten auf die Spur kommen.

Schritt 3: Umarme Deinen Schatten
Unsere Seele strebt nach Vollkommenheit und Ganzheit. Solange wir Teile unseres Selbst ablehnen und negativ bewerten, schaffen wir Trennung und Schmerz in uns. Sieh Deinen Schatten als einen Wesensanteil, der nach Liebe strebt, der gesehen und in Dein Leben integriert werden möchte. Nur Du selbst kannst diesen Anteil aus der Verbannung erlösen. Hierzu kannst Du folgende Übung machen:
Gib Deinem Schatten in Deiner Vorstellungskraft eine Gestalt (z.B. in Form einer Comicfigur oder Märchengestalt, es darf ruhig humorvoll sein!), so dass er greifbarer und lebendig für Dich wird. Wann immer Du Dich im Alltag in Gefühlen erlebst, die Du als negativ geladen empfindest (wie z. B. Wut, Neid, Angst, usw.), kannst Du in Deiner Vorstellung Kontakt zum Wesen Deines Schattens aufnehmen. Indem Du mit ihm kommunizierst, ihn wahrnimmst und anerkennst, dass er da ist, kannst Du erleben, wie die Energie sanfter und friedvoller wird. Und in guten Momenten kann es Dir sogar gelingen, das Wesen Deines Schattens liebevoll zu umarmen. So schließt Du Frieden mit ihm und in Dir!

Schritt 4: Fühle die Energie Deines Schattens
Verdrängung ist ein Bewältigungsmechanismus unserer Seele, um uns zu schützen. Kurzzeitig mag die Verdrängung entlastend sein, doch wir frieren damit auch Gefühle ein, was mehr und mehr zu einer Erstarrung führt. Das Prinzip des Lebens aber ist „Energie in Bewegung“. So kommt es in den erstarrten Anteilen zu einem Stau und es entstehen Blockaden, die sich langfristig auch körperlich bemerkbar machen können. Befreiung geschieht, indem Du die gestaute Energie, d.h. die dahinterliegenden Gefühle, zu fühlen beginnst. Das ist der Weg in die Verlebendigung Deines Seins. Wann immer Du ein Gefühl erlebst, das sich negativ in Dir anfühlt, gehe ganz bewusst voll und ganz in das Gefühl hinein. Suche hierfür einen geschützten Raum auf, um Deine Gefühle nicht auf Menschen in Deiner Umgebung zu projizieren, und drücke für einige Augenblicke Deine Wut, Deinen Neid, etc. voll und ganz aus. Fühle die Energie in Deinem Körper und erlaube Dir, so zu sein. So kann das Gefühl „verglühen“ und verliert seine negative Ladung und Macht in Dir. Beende diese Übung immer mit der Wahrnehmung Deines Herzens. Atme einige Male tief in Dein Herz ein und aus und verbinde Dich mit der liebenden Energie Deines Herzens. So integrierst Du alle Gefühle Deines Wesens und erschließt Dir die Kraft und Energie, die darin gebunden war. Und Du beginnst, Deine Lebendigkeit zu spüren.

Schritt 5: Erlebe Deine Ganzheit
Durch die vorangegangenen Schritte entsteht ein zunehmendes Gefühl der Befreiung in Dir. Du selbst hast die Macht und Kraft, die inneren Mauern aufzulösen und alle Anteile Deines Seins willkommen zu heißen. Indem Du Dich und die Pole Deiner Persönlichkeit kennst, kannst Du Deine innere Mitte finden und stärken. In der Meditation lässt sich diese Erfahrung nachhaltig vertiefen. Hier betrittst Du den inneren Raum Deiner Ganzheit und Einheit, der Stille und des Friedens. Stelle Dir die Energie Deines ICH BIN – dem göttlichen Funken in Dir - als goldenes Licht vor, das aus Deinem Herzen erstrahlt und sich weiter ausdehnt, bis es Dich ganzheitlich einhüllt. Lass die Energie aus der göttlichen Quelle in Dir frei fließen und den Raum, in dem Du Dich befindest, erfüllen. Der göttliche Liebesstrom ist eine starke Transformationsenergie, mit der Du Dich in jedem Augenblick verbinden kannst. Unterstütze das Erleben durch die Affirmation: “ICH BIN Licht, ICH BIN Liebe, ICH BIN Frieden, ICH BIN Heil.“ Diese Affirmation kannst Du zu jeder Zeit in Deinem Alltag anwenden und Dich so an die Vollkommenheit Deiner Seele erinnern.

Schreibe gerne über Deine Erfahrung im Kommentarfeld, ich freue mich! Gerne kannst Du den Artikel auch teilen, vielen Dank dafür!

Ich sende Dir Licht und Liebe und wünsche Dir sonnige Sommerwochen mit der vereinten Kraft Deiner LEBENDIGKEIT.
Von Herzen
Silke

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